Zeit für Neues

IntroFür das neue Jahr nimmt man sich ja immer verdammt viel vor. Es gibt Dinge, die schiebt man immer vor sich her und dann kann man es plötzlich von heut auf morgen nicht mehr sehen. So war es bei mir und dem Arbeitszimmer/Gästezimmer.

An allen Wänden Bücherregale. Bücher, die sich über Jahre angesammelt haben. Ordner mit uralten Belegen. Und da so viel Platz war, konnte man schnell ein paar Sachen zwischenlagern. Schnell wurde der Raum zum Abstellplatz. Meine große Tochter wollte das Zimmer schon lange. Es ist größer als alle anderen Räume und durch die Aufteilung und schrägen Wände, hat das Zimmer einen gewissen Charme.

VorherAlte Raufasertapete, viermal mit weißer Farbe überstrichen. Aber schönes, gepflegtes Parkett. Fand ich. Meine Tochter nennt es altbacken. Wir haben aber schnell einen Kompromiss gefunden: ihr Wunschlaminat wurde einfach auf das Parkett gelegt. Wenn sie auszieht und ich das alte Parkett wieder haben will, muss ich nur das Laminat entfernen. Das wird aber wohl nicht so schnell passieren. Meine Große hat geschworen, dass sie nie wieder aus dem Zimmer auszieht.

Vorher1Fensterrahmen noch nicht gestrichen. Und ungeahnte, zusätzliche Baustellen.

VerputzenDummerweise haben wir das Dachfenster mehrmals im Regen offen gelassen. Die Gipsplatten haben dem nicht Stand gehalten und beim Entfernen der Tapete löste sich alles in Wohlgefallen auf. Also neu verputzen.

Die Arbeit wurde natürlich durch unseren Bauleiter überwacht.

NickiEs hat insgesamt sechs Wochen gedauert, bis wir alles so hatten, wie wir es uns vorgestellt haben.

Voller Stolz hatte ich meinem Vater, Anfang Januar, von unserem Vorhaben erzählt. Er gab mir gute Tipps zum Renovieren. So habe ich den Tapeziertisch vorher in Malerfolie eingepackt und musste ihn hinterher nicht putzen. Tapetenkleister kann ganz schön hartnäckig sein.

Leider wird er nie das fertige Zimmer sehen. Er verstarb letzten Monat, nach einem Unfall. Der Grund, warum es so hier so lange ruhig war.

fertig1Und seit ein paar Tagen ist alles eingeräumt und an seinem Platz.

Schon im alten Zimmer fand meine Tochter die weißen Holzpaneelen schön und wollte sie auch in ihrem neuen Reich haben.

fertig2Es gibt eigentlich keine gerade Wand, durch die Dachschrägen. Somit kam ein Kleiderschrank nicht in Frage. Töchterchen wünschte sich Kleiderstangen.

Taschen

 

Dafür haben wir Wasserrohre aus dem Baumarkt genommen. Sie sind stabil genug, um die Unmengen an Klamotten eines Teenagers aufzuhängen.

Alles ist gut sortiert. Eine Mischung aus Boutiquestil und begehbaren Kleiderschrank.

 

 

fertig3Der einzige Farbtupfer im Raum: ihre rote Lieblingskommode.

fertig4Die Chill Out Area. Mit Freundinnen abhängen oder Notbett. Wir nutzen die Kuschelecke aber auch zum Lieblingsserie gucken, auf dem Laptop.

Jetzt ist das alte Kinderzimmer frei und soll unser Arbeitszimmer werden. Das nächste sechs Wochen Projekt.

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